Aarkalk

Aarkalk

Ein Produkt aus der Entkalkungsanlage des Kernkraftwerk Gösgen.

Funktion der Kühlung des Kernkraftwerkes:

Der Dampf wird, nachdem er seine technisch nutzbare Energie an die Turbine abgegeben hat, in den Kondensator geleitet. Dort wird er durch Kühlung in Wasser zurückverwandelt (kondensiert) und als sogenanntes Speisewasser wieder zur Dampferzeugung in den Kreislauf zurückgeführt.

Die Kühlung des Kondensators kann direkt mit Flusswasser erfolgen. Steht nicht genügend Kühlwasser zur Verfügung oder möchte man ausschliessen, dass sich ein Fluss durch die Abwärme geringfügig erwärmt, wird ein Kühlturm erstellt.

Das Kühlwasser zirkuliert in jedem Fall in einem separaten Kreislauf und kommt nicht in direkten Kontakt mit dem Dampf oder dem Wasser des Turbinenkreislaufs.

Kühlturm:

Das im Kondensator erwärmte Kühlwasser gelangt über ein Kanalsystem auf die Rieselplatten des Kühlturms und wird wie in einer riesigen Dusche versprüht. Die herunterfallenden Wassertropfen geben ihre Wärme an den aufsteigenden Luftstrom ab. Bei diesem Vorgang verdunsten ca. 2 - 3 % des Kühlwassers und bilden die charakteristische Dampffahne, die je nach Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Windstärke mehr oder weniger gut sichtbar ist.

Kalkentstehung:

Das Kühlwasser wird aus der Aare entnommen. Bevor es in den Kühlwasserkreislauf geleitet wird, durchläuft es die Entkarbonisierungsanlage. Dabei wird ein erdfeuchter Kalk (70% TS) mit einem hohen Gehalt an Kalziumkarbonat (ca. 90 % CaCo3 in der TS) gewonnen. Weil das Wasser aus der Aare stammt, haben wir dem Kalk den Namen “Aarkalk“ gegeben.

Für das Produkt Aarkalk wurde im Jahre 2002 das erste Bewilligungsgesuch von der Suter Agriservice GmbH beim Bundesamt für Landwirtschaft eingereicht. Aarkalk wurde danach als mineralisches Bodenverbesserungsmittel bewilligt.

Die Wichtigsten Vorteile von Aarkalk:

  • Aarkalk ist ein preiswerter Kalkdünger

  • Aarkalk enthält keinen Phosphor (keine ÖLN-Anrechnung)

  • Aarkalk besitzt positive Streueigenschaften

  • Vollservice (wenn gewünscht): von der Beratung bis zur Ausbringung

Kalkdüngung

Die Fruchtbarkeit des Bodens hängt neben dem Humusgehalt vor allem von einem ausgewogenen Kalkvorkommen ab.

Die jährlichen Kalkverluste schwanken stark. Einfluss haben die Niederschlagsmengen, Bodenart und die Bewirtschaftung. Sie betragen pro Hektar Landwirtschaftlicher Nutzfläche rund 300 bis 450 Kg CaO.

Die Pflanzen entziehen bei ihrem Wachstum weitere 50 Kg CaO.

Ohne regelmässigen Ersatz dieser Verluste, werden die Böden mit der Zeit unfruchtbar.

Eine fachgerechte Kalkdüngung bewirkt:

  • eine höhere Aktivität des Bodenlebens

  • die Förderung der Humusbildung

  • eine Verbesserung der Nährstoffverfügbarkeit

  • eine Verbesserung des Bodengefüges (stabilere Krümelstruktur)

Den Einsatz von Aarkalk empfehlen wir in Böden:

  • mit tiefem pH-Wert

  • die zur Verschlämmung neigen

  • die schwer und undurchlässig sind

Kalkbedarf

Der Kalkbedarf wird anhand von Bodenproben berechnet.

Wir unterscheiden zwischen:

  • Erhaltungskalkung (als Ersatz für den fehlenden Kalk infolge Auswaschung und Ernteentzügen)

  • Ca. 3-5 t / ha Aarkalk alle 3- 5 Jahre

  • Gesundungskalkung (zur Verbesserung der Bodenreaktion)

  • Ca. 10-12 t / ha Aarkalk. Je nach Tonanteil des Bodens variert die empfohlene Kalkmenge.

Faustzahlen zur Berechnung des Kalkbedarfs aus pH-Wert und Bodenart

Agrisuter - Kalkbedarf

Gehalt Aarkalk

Da Aarkalk keinen Phosphor enthält wird er als reiner Kalkdünger betrachtet. Er ist daher nicht ÖLN-relevant und muss im gesamtbetrieblichen Nährstoffhaushalt nicht berücksichtigt werden.

Eine Tonne Aarkalk enthält:

Agrisuter - Kalkbedarf

Streuservice

Der Kalk wird direkt ab Feldrand oder aus einem Zwischendepot auf die Felder verteilt.

Mit der angewandten Streutechnik wird eine hohe Verteilgenauigkeit erreicht. (Streubreite Kalk ca. 20 m). Den Bedingungen angepasster Reifendruck mit grossdimensionierter Bereifung an den Fahrzeugen, ermöglicht eine bodenschonende Befahrung der Felder.

Der Aarkalk verfügt über optimale Streueigenschaften. Es entsteht wenig Staubbildung beim Streuvorgang, da genügend Restfeuchte im Kalk vorhanden ist.

Carousel imageCarousel imageCarousel image